Macht es Sinn, als ALG II empfänger Schulden zu bezahlen ?

Nein, zum einen ist es schwer möglich, sich von dem wenigen Geld noch etwas für die Schuldentilgung abzusparen. Zum anderen entspricht dies auch nicht dem Zweck des ALG II. Das Geld für die Tilgung zu benutzen und sei es auch nur ein kleiner Teil, käme einer Zweckentfremdung gleich.

 

Richtig sei es, dass in einem solchen Fall den Gläubigern die persönliche Situation geschildert wird. So kann man z.B. einen Haushaltsplan vorlegen, der deutlich werden lässt, dass gegenwärtig nichts gezahlt werden kann. Als ALG II empfänger sollte man um Stundung bitten, d.h. darum, alle Forderungen zurückzustellen.

 

Der Gläubiger wird zustimmen, obwohl er gleichzeitig versuchen wird, einen Schuldentitel zu erwerben, der seine Forderungen absichert, insofern sie dann nicht der Verjährung unterliegen und er auch noch in 30 Jahren eine Vollstreckung erwirken kann.

 

Kommerzielle Schuldenberatung

 

Solche Firmen, die sehr viel Werbung machen sind immer nur an eigenem Profit orientiert. Da werden z.B. 150,- EUR verlangt, von denen die Hälfte, d.h. 75,- EUR erst einmal als Gebühren/Kosten eingestrichen werden, während die zweite Hälfte im "Gießkannenprinzip" an die Gläubiger verteilt wird. Eine Lösung des Schuldenproblems wird so nie und nimmer erreicht werden. Wird ein Honorar verlangt, so sollte man sich genau  definieren lassen  wofür genau  das Honorar verlangt  wird. Aufpassen  bei  pauschalen Beträgen.

Unseriösen Firmen gehen gerne mit dem Begriff "Umschuldung" auf Kundenfang. Zwar macht es aus Sicht des Schuldners Sinn, nur noch einen Gläubiger zu haben. Aber die kommerziellen Angebote sind wenig seriös, weil....

Die vermittelten Kredite sind teuer

Die erste Handlung besteht in aller Regel darin, dass man ein Schreiben bekommt, um seine Daten anzugeben, wo vor allem aber darauf hingewiesen wird, dass man vorab eine " Bearbeitungsgebühr" von z.B. 300,-EUR bezahlen soll. Finger  weg, auch wenn s  schwerfällt.